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LebenskunstSterben

Von November 2007 bis Juli 2008 haben die Fotografin Gülay Keskin und die Projektleiterin Julia Severin 18 Gespräche mit Menschen auf Palliativstationen, im stationären Hospiz und im ambulanten Bereich in Heidelberg geführt. Die Gespräche entwickelten sich zu Begleitungen des gesamten sozialen Systems der Betroffenen, auch über manchen Tod hinaus. 

Aus diesen Begleitungen sind 32 Fotografien entstanden. Die Fotografin Gülay Keskin hat sich dabei sensibel und ohne Voyeurismus der Thematik genähert. Die zentrale Aussage der Menschen, die den Umgang mit Leben und Sterben ausdrückt, wurde in den Fotografien künstlerisch in Szene gesetzt. Um die Person als Ganzes zu sehen, gehören zu den Fotografien auch Begleittexte aus den geführten Gesprächen.

So, wie die Sätze jeden Einzelnen als besonderes Individuum zeichnen, so hat jeder bis zum Ende seines Lebens eine besondere Bedeutung. Jeder hat für sich im Leben gelernt, mit Krankheit und Schmerz umzugehen, und lebt so das Sterben.
Die Fotografien zeigen einfühlsam,
dass jede und jeder in dem eigenen Satz lebt,
bei und in sich ist / war
und Ich ist / war
und für uns, die wir das erleben durften, ein Du.

Das Du, das uns in der Gesamtschau der Fotografien und Begleittexte zum Ich werden lässt.

   
Ich hab’ Angst.
Ich geh’ ja wohin, wo es viel schöner ist als hier.
Die Leute soll’n mal seh’n, wie das ist.

Ein besonderer Dank geht an die Betroffenen und deren Angehörige, die uns allen einen so ehrlichen und mutigen Einblick in ihr Leben ermöglichen und damit auch Einsichten in das eigene erst inspirieren.


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