>> Idee der Ausstellung

Das Leben beginnt und endet jeden Tag aufs Neue. Angesichts der unvermeidl­ichen End­lich­­keit verwundert jedoch immer wieder die mangelnde Bereitschaft in unserer Gesell­schaft, sich mit Tod und Sterben schon zu Lebzeiten auseinanderzusetzen.

In unseren sozialen und medizinischen Einrichtungen gehört das Sterben zum Alltag.
Wir, das sind zehn Träger von hospiz- und palliativmedizinischen Einrichtungen, der beiden christlichen Kirchen und ihrer Wohlfahrtsverbände.
2006 haben wir uns in Heidelberg erstmals zusammengesetzt, um die Angebo­te in der Sterbe­begleitung besser miteinander zu vernetzen und nachhaltige Netzwerk­strukturen zum Wohl der schwerkranken Menschen und ihrer Familien aufzubauen. Gemeinsam ist uns das Ziel, Berührungsängste mit dem Thema „Leben und Sterben“ in der Gesellschaft altersübergreifend abzubauen und eine Alternative gegenüber der aktiven Sterbehilfe aufzuzeigen.

Um das Thema „Leben und Sterben“ ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken, kam die Idee einer thematischen und künstlerischen Doppelausstellung in den beiden zentralen Heidel­berger Altstadtkirchen – Heiliggeist- und Jesuitenkirche - auf.  Die Ausstellung sollte umrahmt werden von einem breitgefächerten Programm zu fachlichen und spirituellen Themen und mit kulturellen Events an verschiedenen Standorten in Heidelberg.

Gleich zu Beginn der Planung war den Initiatoren der Ausstellung wichtig, auch Kinder und Jugendliche mit ihrem ureigensten Verständnis vom Sterben und Umgang mit Tod und Trauer sprechen zu lassen. Zeitgleich wird deshalb in der Jesuitenkirche das Thema mit Kindern und Jugendlichen für Kinder und Jugendliche und in der Heiliggeistkirche für Erwachsene aufbereitet.

Ziele der Ausstellung LebenskunstSterben sind

  • Informationen über die Gestaltung des Lebensendes trotz Krankheit zu geben
  • Kenntnisse über Hospiz- und Palliativarbeit zu verbreiten
  • auf Versorgungsmängel hinzuweisen
  • und den Tod ins Bewusstsein der Menschen zu rücken. 
Das ist auch das Besondere an dieser Ausstellung: die Hospiz- und Palliativarbeit als mensch­liche Grundhaltung und als medizinische Fachrichtung zugleich einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Vielleicht lässt sich dadurch eine Veränderung im Umgang mit Sterben und Tod schon in guten Lebenszeiten bewirken.

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